Suchtmacher: World of Warcraft
Eine Sucht ist wissenschaftlich klar definiert und zwei der Faktoren, die sie ausmachen sind “zwanghaftes Verlangen nach Konsum” sowie “Übermaß und der Verlust der Möglichkeit, aufzuhören“. Entsprechend kann man sicher vom Suchtmacher World of Warcraft (WOW) sprechen.
Dieses Spiel ist so aufgebaut, dass ein gelegentliches Spielen beinahe unmöglich ist. Ich selbst spiele es von Beginn an und kann gut nachvollziehen, warum viele generell suchtanfällige Menschen abhängig davon werden können. In WOW kann man sich Respekt und Anerkennung erspielen, indem man durch die Teilnahme an bestimmten Gruppen-Aktionen die Ausrüstung seines Charakters und damit seine “Macht”, also den verursachten Schaden, die Heilung oder Lebenspunkte steigert. Dies ist unglaublich zeitintensiv, da solche Gemeinschaftsaktionen von bis zu 40 Spielern durchgeführt werden und problemlos sechs Stunden und mehr dauern können.
Immer neue Aufgaben, große Events und neue Endgegner führen zu immer größeren und machtvolleren Belohnungen, neue Berufe und Talente benötigen weitere Spielzeit, um diese zu lernen und auszuüben. Ich weiß inzwischen aus eigener Erfahrung, wie groß die Versuchung ist, einen Kneipenbesuch mit alten Freunden abzusagen, um die Zeit lieber “sinnvoll” für Erfolge im Spiel zu verwenden.
Der Gruppendruck bei WOW ist unglaublich hoch, wodurch immer mehr Spielzeit aufgewandt wird, um höhere Ziele zu erreichen. Zum Suchtmacher World of Warcraft kommt es, wenn man diese über Ziele im wirklichen Leben stellt und seine Freunde, die Familie und die Ausbildung beziehungsweise den Beruf vernachlässigt oder gar völlig von sich weist, um möglichst viel Zeit für seine “Droge” und deren Konsum zu haben. Suchtmacher World of Warcraft gilt für Menschen, die allgemein Schwierigkeiten mit der Selbstkontrolle haben, ebenso wie bei Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten.
[...] der Blogger-Kollege vom Visual Reactor schreibt über den “Suchtmacher World of Warcraft” und nennt dabei sogar handfeste Anhaltspunkte für ein Suchtpotential bei solchen Spielen: [...]
Es stimmt, WoW- Spielen mag zur Sucht führen, doch dies kann auch durch etliche andere Faktoren eintreten, wer zur Maßlosigkeit neigt, wird nicht nur von WoW süchstig, wenn er auf dieses Verzichtet, so läuft er genauso Gefahr vor der sogenannten “Matscheibe” alias Fernsehen stundenlang hängen zu bleiben. Von Drogen und Alkohol durch den Aufenthalt in der falschen Szene ganz abgesehen.
Es ist wirklich erstaunlich wie viele Seelen sich durch ihre Monologe und Predigten zum Thema Sucht bei Computerspielen eine Plattform schaffen um ihre Geltungsbedürfnisse öffentlich ausleben zu können. Meiner Ansicht nach wird das Thema Computerspiele und Sucht viel zu sehr hochgestochen, süchtig kann man überall werden und von vielen Dingen. Aber da wird nicht lange drüber lamentiert.
Selbstverständlich ist zuviel Computerspielen nicht empfehlenswert. Aber deshalb muss es noch lange nicht derart verteufelt werden, so dass es in in allen Medien verpönnt wird. Viele Menschen trauen sich in der öffentlichen Gesellschaft kaum noch zuzugeben, dass sie das eine oder andere Spiel spielen, aus Angst davor als potenzieller Suchtkranker abgestempelt zu werden.
Mein ganz persönliches Fazit:
Genieße alles - aber in Maßen… (sogar Wow und andere Spiele)
PS: Genieße alles - Aber keine Macht den Drogen!
in dem Sinne
Ethena