Wahlkampf im Web 2.0.

Events | Wednesday April 8 2009 6:50 am | Comments (0)

Barack Obama hat es vorgemacht und im Superwahljahr vorgemacht, wie er funktioniert, der Wahlkampf im Web 2.0.  Obama und das Wahljahr haben dafür gesorgt, dass der Wahlkampf für Abgeordnete und Kandidaten im Internet legitim geworden ist. Bleiben aber die Fragen offen, ob das Mittel der Wahl, das richtige ist.

Denn nur „Dabei sein ist alles“ hat in der schnellen Welt des Internets keine Relevanz. Auch wenn die Beweggründe, seinen Wahlkampf zusätzlich in Internet zu verlagern, durchaus verständlich sind. Denn die Vorteile des Online-Wahlkampfs liegen klar auf der Hand.

Durch Plattformen wie YouTube, Twitter und Facebook wird der Wahlkampf erleichtert und gewinnt so auf eine ganz prätentiöse Art und Weise. Auch das Partei-Programm kann mittels einem Blog gut verbreitet und verständlich gemacht werden. So setzt man sich von der Masse ab und das ist ja das, was jede Partei will. Was anderes, als die Anderen.

Anderseits stellt diese Art des Wahlkampfs im Web 2.0 einen nicht zu unterschätzenden Aspekt dar, denn große Teile der Bevölkerung sind mit dem Internet lange nicht so vertraut, wie die jüngere Generation. Diese so entstehende Skepsis kann sich zu einem großem Selbstläufer entwickeln und die Wahlen ins straucheln bringen.

Auch wenn Obama mit seiner Kampagne im Internet vorgelegt hat, den ersten richtigen Wahlkampf im Web 2.0 werden wir wohl erst einige Generationen später erleben.